‎"'Lichtzwang' für Bassklarinette, Akkordeon und Posaune. (Moro schafft) mit diesen drei Instrumenten

eine Klangsensibilität vom Feinsten und überraschende Mixturen. Innerhalb der Komposition werden

verschiedene Stadien durchwandert. Dabei ist jede Aktion subtil ausgehorcht und dennoch in einen dramatischen,

logisch konsequenten Fortlauf eingebettet, ohne jemals dabei die expressive Komponente zu verlieren.

In der Einfachheit der Mittel entfacht die Komposition eine raffinierte und zugleich klangsinnliche Aura."

(aus der Begründung der Jury für die Vergabe des 2. Preises bei dem 57. Kompositions Wettbewerb

der Landeshauptstadt Stuttgart an Héctor Moro, März 2012).

 

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tocando mañana's First Performance at the Eclat Festival in Stuttgart

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.2.2004 - Photo © Charlotte Oswald

 

'Die statuarisch geprägten Klänge sind schön, ja fast lukullisch. In ihrer nur auf einen Aspekt

ausgerichteten Tendenz schafft die Partitur eine Aura, die sich tatsächlich der rationalen

Beschreibung entzieht. Vielleicht ist dieses nur ca. zehn Minuten dauernde Werk

zu kurz in seiner zarten Leuchtkraft.'

Hans-Peter Jahn, SWR Neue Musik Redaktion, 2004

 

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"Le trio d’Héctor Moro (compositeur chilien établi à Berlin), 'Lichtzwang. ein wütendes Spielzeug (2002)',

sert de point de départ et inspire le nom de l’ensemble ainsi que le titre de ce disque dans lequel les sonorités

du trombone, de l’accordéon et de la clarinette basse se marient à merveille et créent des timbres insoupçonnés.

L’esprit du jeu est bien tangible dans cette œuvre colorée et puissante, et la virtuosité des interprètes est mise

en valeur par les fusions de timbres complexes dans lesquelles on ne distingue plus les instruments l’un de l’autre."

Cléo Palacio-Quintin, Circuit - Musiques Contemporaines - Montréal, Canada 2012

 

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Lichtzwang. ein wütendes Spielzeug (Akkordeon Magazine, Mai 2009)

 

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First performance of 'Final del Juego' by the Ensemble Modern at the Alte Oper, Frankfurt, 1998

 

" (...) während der chilenische Spahlinger-Schuler Héctor Moro sein Werk dezidiert mit den Geräuscheanteile

der Töne beginnt, abgedämmptes Zupfen der Saiten, Luft- und Klappengeräusche der Blasinstrumente.

Moro macht das Ensemble zum Schlagzeugapparat, dem er kompliziert formulierte Rhythmen entlockt.

Hier geht es weniger um den sensiblen Geräuschanteile des Klangs, sondern um den perkussiven Effekt.

Nach und nach fallen kurze Töne ein, die sich wie zufällig von den Instrumenten lösen, später Halteklänge

und melodische Motive. In einer behutsamen, wohlkalkulierten Steigerung zeigt Moro, was man aus den

leisen perkussiven Geräuschen des Beginns alles herausholen kann.

'Final del Juego' ist ein konzeptionelles Werk, Beispiel streng reflktiertes Komponieren, das aber alles

andere als trocken sein muß. Das Werk ist von bezwingender Sinnlichkeit, ein packendes Crescendo der

musikalischen Parameter: dem Rhythmus folgt die Tonhöhe und dieser die leuchtende Klangfarbe.'

Hanno Ehrler, Franfurter Allgemeine Zeitung, 20.2.98

 

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rockaby and shadows played by Uwe Dierksen in Frankfurt on December 2006

 

'Zwei Stücke von Héctor Moro, der auch die Klangregie des Konzerts übernommen hatte,

füllten den Raum mit einem intelligent und beziehungsreich konstruierten, zerrenden,

pluckernden elektronisch eingespielten Material, das sich nicht wie ein Präzisions-Diktat

und auch nicht wie ein übermächtiger Gegner dem Solisten gegenüber aufbaute,

sondern wie ein Mitspieler, der sich multiplizierte und im Raum verteilte und damit einen

spezifischen Konzert-Raum überhaupt erst schuf. Rockaby (zugleich eine literarische

Hommage an Samuel Beckett und eine musikalische an Olivier Messiaen) ist, bei aller exaltiert

erscheinenden Klanglichkeit, eine sehr konzentrierte Arbeit über das Posaunenglissando,

Shadows eine Hommage an John Cassavetes und an die Kraft spontaner Improvisation.'

Hans-Jürgen Linke, Frankfurter Rundschau 15.12.2006

 

 

'Dierksen schuf mit diesem Konzert nicht nur ein Selbstporträt, sondern stellte auch

den als Schlagzeuger bekannten, in Chile geborenen Héctor Moro als Komponisten

zweier sehr unterschiedlicher Werke vor. In 'rockaby', dessen gesamtes Material Moro aus

zwei Takten von Olivier Messiaen ableitete, faszinierten die feinen, in Glissandi gebetteten

Mehrton-Schichtungen. 'Shadows', benannt nach dem gleichnamigen Film von John Cassavetes,

der als Prototyp des improvisierten Filmes in die Geschichte eingegangen ist, ließe sich als

Konzeptimprovisation unter Mitverwendung von vorfabriziertem Material bezeichnen.

Mit dem Gummistopfen am Ende seines Posaunenzugs bediente Dierksen einen Mallet Midi

Trigger zum Abrufen elektronischer und instrumentaler Versatzstücke. Ob beabsichtig oder

nicht - er schien die Geschichte eines außen am Schnellzug Baumelnden,

hier und da Anschlagenden zu erzählen.'

Elisabeth Risch, Frankfurter Allgemeine Zeitung 22.12.2006

 

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IMD Konzert mit Uwe Dierksen in der Eumesat - Darmstadt in Juni 2007

 

'Als Mitstreiter hat er sich Hector Moro gewählt. Dieser wurde in Chile geboren,

wo er Schlagzeug und Komposition studiert hat. Natürliche Töne wie das Schnalzen einer Zunge

verarbeitet er im Computer zu rhythmischen Mustern, die er mit flächigen elektronischen Klängen unterlegt,

ähnlich verfährt er mit aufgezeichneten Instrumentenklängen, deren Tonhöhe und Klangfarbe er verändert.

Auf diese Weise kombiniert der Musiker technisches Gespür mit einem feinen Ohr und steht während der

Konzerte am Mischpult, um eigene Tonfarben einzufügen oder die Lautstärkeverhältnisse zu kontrollieren.'

Marc Mandel, Darmstädter Echo 5.6.2007

 

 

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