fogwill

für saxophon quartett (2013)

 

 

'fogwill', südenglischer nachname, aus dem altenglischen 'vogwell': 'brunnen wo schilfgras wächst',

wobei das heutige englische wort für schilfgras 'coarse reed' ist, 'reed' auf deutsch auch 'rohrblatt'.

poetisch als 'wünsch nach nebel' verstanden, bzw. 'ort wo wilde rohrblätter wachsen'.

 

'fogwill' versucht die vier verschiedenen saxophonen in einem neuen 'super'-instrument zu vereinigen,

das den klang der vier instrumenten, die bewusst auf klassischen spieltechniken verzichten,

als gesamtklang darbietet und seine klangfarbliche inspiration bei der klangwelt von mats gustafsson

bzw. anthony braxton sucht. die strukturelle form des stückes ist auf dem prinzip der entwickelnden

variation bzw. auf primzahlen zeitlichen proportionen basiert.

 

'fogwill' ist ein auftragswerk des sonic-art quartetts und wurde durch ein arbeitsstipendium des

'bellagio center' der rockefeller stiftung ermöglicht. die arbeit an dem stück fand in bellagio (italien)

und berlin während der monaten oktober und november 2013 statt.

 

 

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© héctor moro